Mit neuem Namen und einer stabilen Basis an Nachwuchsfahrern startet der Deutscher Junior Drag Racing Pokal (JDRP) in die Saison 2026. Insgesamt 19 eingeschriebene Teilnehmer bilden ein solides Fundament für die Nachwuchsarbeit im deutschen Drag Racing. Der Saisonauftakt in Clastres wird dabei zum ersten Gradmesser.
Dass der Weg aus den Juniorklassen bis ganz nach oben führen kann, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre: Mit Timo Habermann und Dennis Habermann haben es sogar zwei ehemalige Junior Dragster Fahrer bis zu Europameistertiteln im FIA Top Methanol Dragster geschafft. Auch in den Sportsman-Klassen sind ehemalige Junior-Piloten heute feste Größen – darunter Sally Darleen Ekerst (SG), Jill Kemp (SG), Magnus Sommer (PET), Emila Nahler (PET), Carlo Heym (PET), Cheyenne Visser (SC), Pirmin Schmidt (SPRO), Lucas Potthoff (SPRO), Anna-Lena Scherschinski (SPRO), Marie Madleen Rosen (ETB) und Luis Schuh (SCB). Der Nachwuchs von heute ist also ganz klar die Elite von morgen.
Überblick über die Serie
Erstmals tritt die Nachwuchsserie unter dem Namen „Deutscher Junior Drag Racing Pokal“ an und umfasst weiterhin die beiden Klassen Junior Dragster und Junior Drag Bike. Während die Junior-Dragster-Klasse mit 16 Startern besetzt ist, bleibt das Feld in Junior Drag Bike mit drei Teilnehmern noch überschaubar.
Die Serie ist die zentrale Bühne für junge Talente im deutschen Drag Racing und bildet häufig den Einstieg in die späteren Hauptklassen. Entsprechend liegt der Fokus nicht nur auf sportlichen Ergebnissen, sondern auch auf der technischen und fahrerischen Entwicklung der Teilnehmer.
Einschreibungen
Das Teilnehmerfeld umfasst 19 Nachwuchsfahrer, darunter mehrere neue Gesichter, die frischen Wind in die Serie bringen. In Junior Drag Bike steigen mit Thomas Fässler und Shane Wisotzke zwei neue Talente ein. Wisotzke geht sogar doppelt an den Start und feiert parallel sein Debüt in Junior Dragster.
Internationale Note bringt Aurora Scappocin aus Italien, die nach ersten Einsätzen im Vorjahr nun erstmals im Pokal eingeschrieben ist. Ebenfalls neu dabei ist Melody-Lilayn Püschel, die nach dem Erwerb ihrem Einstieg im vergangenen Jahr nun ihre erste komplette Saison fährt.
Als Favoriten gelten in den beiden Klassen bekannte Namen: Titelverteidiger Yannis Weyland in Junior Dragster sowie Leona Schuh, Drittplatzierte der Vorsaison, auf ihrem Junior Drag Bike. Beide bringen Erfahrung und Konstanz mit – beste Voraussetzungen für eine starke Saison.
Saisonauftakt
Der Saisonstart erfolgt am 16. und 17. Mai 2026 beim 29. European Dragster im französischen Clastres. Das Event ist der erste von insgesamt drei Läufen, wobei auch Runde zwei erneut dort ausgetragen wird. Das Finale steigt traditionell bei den NitrOlympX in Hockenheim.
Schon vorher geht es für die Nachwuchsfahrer ins Warm-up: Beim Junior Camp in Zerbst, organisiert vom AMC Dessau, stehen Training, Techniktests und erste Runs nach der Winterpause auf dem Programm. Für viele ist es die perfekte Gelegenheit, Reaktionszeiten zu schärfen, neue Setups zu testen – und für einige sogar die ersten Meter überhaupt auf der Strecke zu fahren. Gerade für Neueinsteiger bietet dieses Format einen geschützten Rahmen für die ersten Schritte im Motorsport.
Neu ist auch das flexible Einschreibereglement: Eine Anmeldung ist jetzt bis 24 Stunden vor einem Lauf möglich, gewertet wird allerdings erst ab diesem Zeitpunkt. Das sorgt für mehr Flexibilität – und könnte im Saisonverlauf für zusätzliche Starter sorgen.
Ausblick
Trotz aller positiven Ansätze bleibt die strukturelle Situation eine Herausforderung. Mit nur drei Läufen – und lediglich einem Event für die Junior Drag Bikes – bleibt der Kalender deutlich hinter dem Ideal von fünf Rennen zurück. Hinzu kommt die grundsätzlich begrenzte Zahl nationaler Rennen: In Deutschland sind aktuell nur der AMC-Dessau Wettbewerb Anfang August sowie die NitrOlympX Ende August motorsportrechtlich genehmigte Rennen.
Auch im Nachwuchsbereich zeigt sich damit die Abhängigkeit von Rennen im Ausland, insbesondere von Partnern wie der Association Trophée Dragster (ATD) in Frankreich.
Sportlich bietet die Saison 2026 dennoch viel Potenzial. Neue Talente, wachsende Starterfelder im Junior Drag Racing und ein flexibleres Reglement könnten dem Pokal zusätzlichen Schub geben. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, bleibt der Deutscher Junior Drag Racing Pokal das Sprungbrett für die nächste Generation – und vielleicht die Heimat der Champions von morgen.
Die aktuelle Teilnehmerleiste des JDRP 2026 findet ihr hier…